Streichquartett und Horn 11.09.2020

Carmina Quartett
Mischa Greull mit seinem Horn

11. September 2020
19:00 Uhr

Streichquartett und Horn

Carmina Quartett
– Matthias Enderle, Violine
– Agata Lazarczyk, Violine
– Wendy Champney, Viola
– Chiara Enderle Samatanga, Cello

Mischa Greull, Horn

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart:
Hornquintett Es-Dur KV407

Franz Schubert:
Quartettsatz c-Moll D703

Ludwig van Beethoven:
Streichquartett in e-Moll Op. 59, Nr. 2

Carmina Quartett

Das 1984 in der Schweiz gegründete Carmina Quartett blickt auf eine lebendige und preisgekrönte Karriere zurück: Von ersten Erfolgen an internationalen Wettbewerben führte der Weg zu einer regen internationalen Konzerttätigkeit mit Auftritten in bedeutenden Sälen wie der Wigmore Hall (London), dem Amsterdamer Concertgebouw, der Weill Recital Hall (New York), dem Sydney Opera House und der Suntory Hall (Tokyo). Das Quartett pflegt ausserdem das Zusammenspiel mit Musikern wie Wolfgang und Sabine Meyer, Hiroko Sakagami, Teo Gheorghiu, Rolf Lislevand und Thomas Grossenbacher.

Seit 2018 tritt das Quartett in neuer Besetzung auf: Neben Matthias Enderle (1. Geige) und Wendy Champney (Viola), zwei Gründungsmitgliedern des Quartetts, musizieren neu Agata Lazarczyk an der zweiten Geige und Chiara Enderle Samatanga am Cello. Die neue Besetzung des Carmina Quartetts vereint die langjährige Erfahrung der Gründungsmitglieder mit der Vitalität und dem Elan der Jugend. Aufbauend auf der reichen Tradition des Carmina Quartetts entsteht eine neue musikalische Blüte.

Mischa Greull

Mischa Greull, in Basel geboren, ist seit 1993 Solohornist im Tonhalle-Orchester Zürich. Sein Musikstudium führte ihn von Bern über Winterthur nach Deutschland, wo er auch seine erste Anstellung in einem Orchester fand. Als Solohornist wurde Mischa Greull von verschiedenen Orchestern für unterschiedliche Projekte engagiert, so vom Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Malaysian Philharmonic Orchestra und anderen.

Bekannt für seinen ausdruckstarken und weichen Klang, spielt Mischa Greull mit Vorliebe Werke, welche ursprünglich für das ventillose Naturhorn komponiert wurden und die deshalb klanglich eine spezielle Herausforderung für den Interpreten bedeuten. Bedeutende Kammermusik- und Solowerke für Horn sind auch in der Übergangszeit (Ende 19. Jahrhundert) vom Natur- zum Ventilhorn entstanden. Dazu gehören das Horntrio von Johannes Brahms, das Duo Adagio und Allegro von Robert Schumann und das Larghetto von Emmanuel Chabrier für Horn und Orchester.

Seit seinem Studium am Konservatorium Bern und an der Schola Cantorum Basiliensis setzt sich Mischa Greull mit den Spieltechniken von Natur- und Ventilhorn auseinander. Kammermusik von Haydn und Schubert, gespielt auf Originalinstrumenten und auch Orchesterwerke, insbesondere der Zyklus mit allen Symphonien Beethovens 2014 mit dem Tonhalle-Orchester unter der Leitung von David Zinman sind wichtige Beispiele dafür.

Zahlreiche Kammerkonzerte auf internationalen Bühnen mit den unterschiedlichsten Besetzungen vom Brahmstrio bis zur Gran Partita von Mozart prägen seinen musikalischen Werdegang. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Schweizer Oktett, den Zurich Winds und seinem Horntrio mit dem Violinisten Andreas Janke und der Pianistin Seung-Yeun Huh. Mit Letzterem ist 2017 eine CD mit Werken von Brahms, Schumann, Beethoven und Widmann erschienen.

Mischa Greull ist Professor an der Zürcher Hochschule der Künste, an welcher er eine Hornklasse unterrichtet. Jährlich gibt er Meisterkurse in Europa, den USA, Kanada und in Asien.